Wenn Sie eine Geste machen, die ein Telefon symbolisiert, welche Geste führen Sie dann aus?
Während der Kunden Am Tag der HCI CRS eröffnete Geschäftsführer Mark Wolffenbuttel die Nachmittagssitzung mit dieser Frage. Die Antwort des Publikums? Fast hundert Personen hoben Daumen und kleinen Finger und hielten sie sich ans Ohr.
Mark lächelt und sagt, er habe seinem Kind dieselbe Frage gestellt. Das Kind hielt seine Hand flach vor sich. Für ihn ist ein Telefon kein Hörer mehr, sondern ein Bildschirm.
Das Beispiel verdeutlicht, wie schnell sich Gewohnheiten ändern. Was heute selbstverständlich ist, sieht wenige Jahre später schon ganz anders aus. Das gilt auch für die elektronische Patientenakte, mit der medizinisches Fachpersonal täglich arbeitet. Deshalb entwickelt sich HCI CRS seit 26 Jahren gemeinsam mit seinen Kunden weiter. Ideen entstehen in der Praxis, werden gemeinsam weiterentwickelt und erst dann in die Planung aufgenommen, wenn sie tatsächlich einen Beitrag zur täglichen Praxis leisten.
Tägliches Üben bestimmt den nächsten Schritt
Nach der Eröffnung fragt Jonatan van Groos, Leiter des Bereichs Handel, das Publikum, welche Funktionen sie sich für die elektronische Patientenakte wünschen. Innerhalb weniger Sekunden erscheinen die ersten Antworten auf dem Bildschirm. Je häufiger ein Thema genannt wird, desto größer wird es dargestellt.
Jährliche Auswertungen fallen sofort ins Auge, aber auch Managementinformationen werden häufig erwähnt. Chris-Jan van Schendel, Produktleiter, nutzt die Ergebnisse als Ausgangspunkt für das Gespräch mit den anwesenden Kunden. Er hakt nach. Warum ist eine bestimmte Funktion wichtig? Welchen Herausforderungen begegnen medizinische Fachkräfte in ihrem Arbeitsalltag? Und welche Wünsche hören sie immer wieder?
Diese Gespräche helfen HCI CRS dabei, festzulegen, woran das Team als Nächstes arbeiten wird. Dadurch wird sichergestellt, dass neue Entwicklungen gut aufeinander abgestimmt sind.
Die elektronische Patientenakte entwickelt sich ständig weiter Bevor die neuen Entwicklungen vorgestellt werden, demonstriert Mark eindrucksvoll, wie umfangreich die elektronische Patientenakte (EHR) mittlerweile ist. In den vergangenen 26 Jahren wurde die Plattform schrittweise auf Basis von Fragen und Erfahrungen aus der Praxis weiterentwickelt. Der Überblick verdeutlicht, dass die am Kundentag präsentierten Neuerungen auf einer Plattform aufbauen, die sich seit Jahren gemeinsam mit den Kunden weiterentwickelt.
KI unterstützt den täglichen Arbeitsalltag
Aus den Gesprächen im Raum ergibt sich natürlich das Thema KI. Chris-Jan demonstriert, wie SmartAI schrittweise in die elektronische Patientenakte integriert wird. Die Spracherkennungsfunktion ist bereits verfügbar. Auch der nächste Schritt ist schon in Planung. Medizinische Fachkräfte können bald Fragen an die Patientenakte stellen. Wann habe ich zuletzt ein Medikament verschrieben? Was haben wir beim letzten Mal besprochen? Welche Messwerte wurden kürzlich erhoben? KI ermöglicht es, sofort eine Antwort auf Ihre Fragen zu erhalten.
Der nächste Planungsschritt ist ein intelligenter Tagesstart. Mark demonstriert, wie KI schon bald medizinisches Fachpersonal beim Arbeitsbeginn unterstützen wird. Das System bereitet Termine vor, fasst vorherige Gespräche zusammen und identifiziert noch ausstehende Registrierungen oder Aufgaben. Hierfür nutzt die KI bereits in der elektronischen Patientenakte (EHR) vorhandene Informationen. So erhalten medizinische Fachkräfte sofort einen Überblick über die wichtigsten Aufgaben des Tages, ohne selbst verschiedene Bildschirme oder Module konsultieren zu müssen.
Nutzen Sie das, was bereits vorhanden ist, besser.
Die elektronische Patientenakte (EHR) umfasst mittlerweile Funktionen für Patientenakten, Terminplanung, Abrechnung, Berichtswesen, das Patientenportal, Sicherheitsfunktionen und die Integration mit anderen Systemen. Viele Organisationen nutzen jedoch nur einen Teil dieser Funktionen im Alltag. Daher arbeitet HCI CRS an einer Funktionsanalyse, die Aufschluss darüber gibt, welche Komponenten bereits genutzt werden und welche Funktionen noch besser eingesetzt werden könnten.
Die elektronische Patientenakte in Ihrer Tasche
Als nächstes übernimmt Chris- Jan ist wieder da, um die App für Gesundheitsdienstleister vorzuführen. Er nutzt eine Testversion auf seinem Handy, da die Produktionsversion keine Bildschirmaufnahmen zulässt. Patientendaten dürfen nicht auf einem Bildschirm sichtbar sein, auf dem andere die Vorgänge beobachten können. Daher werden Fotos, die innerhalb der App aufgenommen werden, direkt in die Patientenakte gespeichert und nicht auf dem Handy abgelegt.
Die App integriert sich nahtlos in das Ihnen bereits vertraute elektronische Patientenakten-System. Der Kalender sieht unverändert aus, und bestehende Berechtigungen werden automatisch beibehalten. So sehen Sie nur die Patienten, für die Sie Zugriffsrechte besitzen. In derselben Umgebung können Sie Anrufe tätigen, navigieren, Berichte erstellen und anzeigen, Termine vereinbaren und Dokumente hinzufügen.
SmartAI wird ebenfalls in die App integriert. Jonatan erklärt, dass neue KI-Funktionen zunächst von Apple und Google geprüft werden, bevor sie in den App Stores verfügbar werden.
Von Information zu Erkenntnis
Im Verlauf der Umfrage trat ein weiterer Wunsch deutlich zutage: Organisationen möchten schnelleren Einblick in die bereits in der elektronischen Patientenakte vorhandenen Informationen gewinnen.
Jonatan demonstriert, wie Business Intelligence den nächsten Schritt in diesem Prozess darstellt. Die Informationen sind bereits in der elektronischen Patientenakte (EHR) verfügbar und können auch nach Excel exportiert werden. Darüber hinaus werden Berichte durch Business Intelligence visuell und interaktiv direkt in der EHR zugänglich gemacht.
Manager erhalten sofortigen Einblick in Managementinformationen, und auch für Fachkräfte im Gesundheitswesen eröffnen sich neue Möglichkeiten, schneller an Informationen zu gelangen.
Nach der Erläuterung wendet sich Mark erneut an das Publikum. Er fragt, ob Organisationen, die eigene Dashboards oder Power BI-Umgebungen entwickelt haben, bereit wären, ihr Wissen zu teilen. Diese praktischen Erfahrungen helfen HCI CRS, die elektronische Patientenakte (EHR) weiterzuentwickeln.
Daten unter Kontrolle
Aus dem Publikum kommt eine Frage zu KI und Kapazität. Was geschieht mit der Leistungsfähigkeit des Systems, wenn medizinisches Fachpersonal die elektronische Patientenakte immer häufiger mit KI nutzt?
Mark erklärt, dass HCI CRS die KI-Entwicklung bewusst intern durchführt. Die hauseigene Serverfarm bietet ausreichend Kapazität für KI-Anwendungen und ermöglicht HCI CRS die Kontrolle über die verarbeiteten Daten. Cloud-Anwendungen werden nur dann eingesetzt, wenn dies mit Gesetzen, Vorschriften, Datenschutzbestimmungen und Zertifizierungen vereinbar ist.
Gemeinsam weiterentwickeln
Am Ende der Sitzung kehrt Mark zu dem Gedanken zurück, mit dem er begonnen hat. Die Welt verändert sich ständig, und die elektronische Patientenakte verändert sich mit ihr.
Deshalb steht HCI CRS im ständigen Dialog mit denjenigen, die täglich damit arbeiten. Über Anwendergruppen, eine Online-Community und Gespräche mit Kunden sammelt das Team fortlaufend Erkenntnisse aus der Praxis. Diese Erkenntnisse helfen dabei, die in den Entwicklungsplan aufgenommenen Neuerungen festzulegen.